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Begriffe und Erklärungen
Alkohole
Das Wort Alkohol stammt aus dem arabischen Wortschatz. Es wurde erstmals im Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Philosophen und Arzt Paracelsus geprägt und sollte etwas besonders Feines, Reines, das Beste ausdrücken. Zu der Zeit spielte die Branntweinbereitung im Dienste der Heilkunde eine bedeutende Rolle. Ganz allgemein versteht man unter dem Begriff Alkohol chemische Verbindungen, die sich von den Kohlenwasserstoffen ableiten, indem ein oder mehrere Wasserstoff- (H-) Atome durch die für den Alkohol charakteristische Hydroxyl-(OH-)-Gruppe ersetzt werden.
Die chemische Formel lautet C2H50H (C = Kohlenstoff, H = Wasserstoff, O = Sauerstoff). In der Umgangssprache steht der Begriff für Äthylalkohol, auch Ethanol genannt. Er ist in reiner Form vorliegend eine leicht bewegliche, angenehm riechende, brennend schmeckende, farblose Flüssigkeit, die leicht verdunstet, sich leicht entzündet. Er verbrennt mit blassblauer Farbe, sehr heiß und nicht russender Flamme.

Alkohol hat eine Dichte von 0,78924 g/ml bei 20° C, sein Siedepunkt ist 78,3° C. Durch Destillation kann er bis auf eine Konzentration von 97,2 % vol gebracht werden. Im Gemisch mit Wasser wird Alkohol häufig noch als Sprit oder Spiritus bezeichnet, im Branntweinmonopolgesetz wurde synonym die Bezeichnung Branntwein verwendet.
Nach der Verordnung (EWG Nr.1676/89) des Rates vom 29.05.1989 zur Festlegung der allgemeinen Regeln für die Begriffsbestimmung, Bezeichnung und Aufmachung von Spirituosen, muss Alkohol (Äthylalkohol) als wert bestimmender Anteil von Spirituosen aus landwirtschaftlichen Rohstoffen durch Gärung hergestellt und durch Brennverfahren gewonnen sein.

Alkohole ist die Bezeichnung für organische Verbindungen, die sich von den Kohlenwasserstoffen ableiten lassen und in denen mindestens eine OH-Gruppe (Hydroxylgruppe) direkt mit einem Kohlenstoffatom verbunden ist. Eine Ausnahme gibt es bei den Benzol-Derivaten: Ist die OH-Gruppe direkt an einem der sechs Kohlenstoffatome des Ringsystems gebunden, so handelt es sich um Phenole, die auf Grund ihrer chemischen Eigenschaften nicht zu den Alkoholen gezählt werden.
Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter dem Begriff "Alkohol" das Ethanol (siehe auch Ethanol E ). Der Ursprung dieses Wortes geht auf den aus dem Mittelalter stammenden arabischen Begriff al-kuhl zurück. Dahinter stand eine Salbe aus Antimon und anderen Zutaten, die zum Schminken der Augenlider diente. Paracelsus übertrug die Benennung "Alkohol" auf eine leicht flüchtige Substanz, die sich bei der Destillation von Wein gewinnen ließ.


Branntwein
Der Begriff wird als Bezeichnung sehr unterschiedlicher Erzeugnisse gebraucht und ist somit mehrdeutig.
Es ist zu unterscheiden:
1. Branntwein im Sinne des Branntwein Monopol Gesetzes,
2. Branntwein als extraktarme Spirituose,
3. Branntwein als Ergebnis der Destillation von Wein.

Destillerie
Als solche darf sich ein Unternehmen bezeichnen, in dessen Betrieb Trinkbranntwein (einschließlich der Liköre) im Wege der Destillation unter Verwendung von bezogenem Alkohol (Sprit, Branntwein, Lutter) hergestellt wird.

Destillieren
(lat. destillare = abtropfen) Verfahren, bei dem eine Flüssigkeit verdampft wird, die Dämpfe abgezogen und durch Abkühlung verdichtet werden, um das Kondensat aufzufangen.
Im so erhaltenen Destillat sind
- die nichtflüchtigen Bestandteile des Destillationsgutes nicht und
- wenn nicht das ganze Destillationsgut abgetrieben wird
- seine höher siedenden Bestandteile in geringerer Menge als die niedriger siedenden.

Destillat
Beim Destillieren entstandenes Kondensat.
Ein Destillat landwirtschaftlichen Ursprungs ist eine alkoholische Flüssigkeit, die durch Vergären landwirtschaftlicher Rohstoffe und nachfolgende Destillation gewonnen wird und weder einer definierten Spirituosenkategorie zuzuordnen ist, noch die Bedingungen für Äthylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs erfüllt.
Das Erzeugnis muss ein von den verwendeten Rohstoffen stammendes Aroma aufweisen; auf den Ausgangsrohstoff kann hingewiesen werden, wenn der gesamte Alkohol aus ihm gewonnen wurde.

Spirituose
Gemäß der Spirituosenverordnung des europäischen Parlaments wird der Begriff  Spirituose wie folgt definiert:

1. Für die Zwecke dieser Verordnung bezeichnet der Ausdruck „Spirituose“ ein alkoholisches Getränk, das

a) für den menschlichen Verzehr bestimmt ist,
b) besondere sensorische Eigenschaften aufweist,
c) über einen Alkoholgehalt von mindestens 15% vol verfügt und
d) wie folgt gewonnen wird:

i) entweder unmittelbar:
–        durch Destillieren
–        mit oder ohne Zusatz von Aromastoffen
–        aus natürlich vergorenen Erzeugnissen und/oder
– durch Mazeration oder eine ähnliche Verarbeitung pflanzlicher Stoffe in

Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs und/oder in Destillaten

landwirtschaftlichen Ursprungs und/oder in Spirituosen im Sinne dieser

Verordnung und/oder
– durch Zusatz von Aromastoffen, Zucker oder sonstigen süßenden
Erzeugnissen im Sinne des Anhangs I Nummer 3 und/oder sonstigen

landwirtschaftlichen Erzeugnissen und/oder Lebensmitteln zu Ethylalkohol

landwirtschaftlichen Ursprungs und/oder zu Destillaten landwirtschaftlichen

Ursprungs und/oder zu Spirituosen im Sinne dieser

Verordnung,
ii) oder durch Mischung einer Spirituose mit einem oder mehreren der folgenden

Produkte:
– anderen Spirituosen und/oder
– Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs oder Destillaten landwirtschaftlichen Ursprungs, und/oder
– anderen alkoholischen Getränken, und/oder
– Getränken.


Likör
Gemäß der Spirituosenverordnung des europäischen Parlaments wird der Begriff  Likör wie folgt definiert:

Likör ist eine Spirituose,  die einen Mindestzuckergehalt, ausgedrückt als Invertzucker, aufweist.

Dieser beträgt:
- 70 g je Liter bei Kirschlikör, dessen Ethylalkohol ausschließlich aus Kirschbrand besteht;

- 80 g je Liter bei Enzianlikör oder ähnlichen Likören, die mit Enzian bzw. ähnlichen Pflanzen als einzigem Aromastoff hergestellt werden;

- 100 g je Liter in allen anderen Fällen; Der Mindestalkoholgehalt von Likör beträgt 15% vol.